Am 18. Juli 2011 - 16:56 Uhr von Redaktion

Das Versagen der Verleger

Publikationsdatum 11.07.2011 ~ Art des Materials: Akteure: Schlagworte: Soziales System: Lizenz: 

Im DGB-Magazin Gegenblende beschäftigt sich Tom Schimmeck mit der Situation der Verlage in Deutschland, ihrem Auftreten gegen die Öffentlich-Rechtlichen und mit der Forderung nach einem Presse-Leistungsschutzrecht.

Er bezieht sich im Artikel unter anderem auf ein Wort von Gerd Bucerius, die Aufgabe einer Zeitung liege darin für „eine große Idee zu kämpfen und das Publikum zu ihr hinaufzuziehen“. Eine solche große Idee habe aber kein deutscher Verleger mehr. Schimmeck: „Seit Ewigkeiten hat er kein großes Presseerzeugnis mehr erfunden. Und auch kein journalistisches Produkt hervorgebracht, das in der neuen Welt des Internet für Aufsehen sorgen würde.”

Transparenz, Kontrolle und Meinungsvielfalt seien nur noch eine Sache für Sonntagsreden. Wo die Verleger sich gegen die Öffentlich-Rechtlichen stellten, wüssten sie die schwarz-gelbe Koalition auf ihrer Seite – wie auch beim versprochenen Leistungsschutzrecht. Über beides könne man nur selten lesen, weil die Zeitungen über „die Machenschaften und Idiotien ihrer Inhaber” nur zaghaft berichteten. Fazit Schimmeck: „Es ist erbärmlich.” 

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