Kategorie CDU/CSU

Elektrischer Reporter zum Leistungsschutzrecht  Am 2. September 2012 - 20:24 Uhr von David Pachali

Der Elektrische Reporter zum Leistungsschutzrecht mit Stimmen von Christoph Keese (Axel Springer), Till Kreutzer (IGEL), Ralf Bremer (Google Deutschland) und Günter Krings (MdB CDU): Weiter

Das Leistungsschutzrecht hemmt Innovation. Es fördert sie nicht.  Am 21. Juni 2012 - 11:01 Uhr von David Pachali

Publikationsdatum 21.06.2012 ~ Art des Materials: Akteure: Schlagworte: Soziales System: Lizenz: 

Die CDU-nahe Netzpolitik-Plattform CNetz zeigt sich nicht begeistert vom Entwurf zum Leistungsschutzrecht. So fordert der Verein eine innovationsfördernde Haltung des Gesetzgebers, sieht mit dem Referententwurf zum Presse-LSR aber vor allem wachsende Rechtsunsicherheit. Weiter

Diskussionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Urheberrecht in der digitalen Gesellschaft  Am 12. Juni 2012 - 10:44 Uhr von David Pachali

Publikationsdatum 12.06.2012 ~ Art des Materials: Akteure: Schlagworte: Soziales System: Lizenz: 

In einem Thesenpapier zum Urheberrecht bekräftigt die CDU/CSU-Fraktion ihre Unterstützung eines Presse-Leistungsschutzrechts. Sofern es auf gewerbliche Nutzung ziele und Blogger, kleine Vereine, Privatpersonen und Verlinkung nicht betreffe, sei es ein „eng beschränktes Leistungsschutzrecht”. Weiter

Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der CDU-Medianight 2012  Am 4. Juni 2012 - 9:09 Uhr von David Pachali

Publikationsdatum 22.05.2012 ~ Art des Materials: Akteure: Schlagworte: Soziales System: Lizenz: 

In ihrer Rede bei der CDU-Medianight bezeichnet Angela Merkel die Einführung eines Leistungsschutzrechts als „nicht ganz einfach”. Sie verweist darauf, dass nicht nur in der CDU ein Riss durch die Parteien gehe und eine „aufgeheizte Diskussion” stattfinde. Ankündigungen für konkrete Schritte, die über die bisher von der Koalition verbreiteten Absichtserklärungen hinausgehen würden, finden sich in der Rede nicht, stattdessen viele einschränkende Wendungen. Weiter

Günter Krings: Presseverlage bürgen für besondere Qualität  Am 16. Januar 2012 - 10:16 Uhr von Philip Banse

Publikationsdatum 16.01.2012 ~ Art des Materials: Akteure: Schlagworte: Soziales System: Lizenz: 

Unionsfraktionsvize Günter Krings hält im IGEL-Interview ein Presse-Leistungsschutzrecht für notwendig und geht davon aus, dass es auch kommt. Es schütze die Vermittlertätigkeit der Verlage und stehe im Einklang mit der Rechtsprechung. Weiter

FDP: Fairer Wettbewerb im Netz durch Presse-Leistungsschutz  Am 12. November 2010 - 10:28 Uhr von Redaktion

Publikationsdatum 12.08.2010 ~ Art des Materials: Akteure: Schlagworte: Soziales System: Lizenz: 

Stephan Thomae, FDP-Bundestagsabgeordneter, spricht sich in einem Gastbeitrag bei Telemedicus für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger (Presse-LSR) aus. Presseverlage seien im Internet zunehmend mit unvergüteter Nutzung ihrer Inhalte durch Dritte konfrontiert. Ein Leistungsschutzrecht sei deshalb „zu erörtern”.

Aggregatoren im Internet gingen über reine Linksammlungen hinaus und würden auch Snippets aus den Presse-Inhalten der Verleger übernehmen. Die Koalition aus CDU/CSU und FDP strebe daher gemäß ihrem Koalitionsvertrag ein Presse-LSR an. Die Devise „dein Inhalt – mein Geschäftsmodell” sei nicht akzeptabel. Es gehe dabei keineswegs um den Schutz unzeitgemäßer Geschäftsmodelle. Die neuen technischen Möglichkeiten dürften kein Freibrief für eine unlizenzierte Nutzung fremder Inhalte sein. Weiter

Freiheit und Verantwortung – Plädoyer für eine moderne Netzpolitik  Am 6. Dezember 2010 - 11:04 Uhr von Redaktion

Publikationsdatum 10.07.2010 ~ Art des Materials: Akteure: Schlagworte: Soziales System: Lizenz: 

Der Deutschlandrat der Jungen Union behandelt in seinem „Plädoyer für eine moderne Netzpolitik” in den Zeilen 257 bis 286 auch die Forderungen nach einem Leistungsschutzrecht für Presseverleger (Presse-LSR) und lehnt diese entschieden ab. Statt nach neuen Schutzrechten zu rufen, sollten sich die Verleger dem Wettbewerb im Internet stellen und ihre Vermarktungsmodelle weiterentwickeln. Weiter

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP für die 17. Legislaturperiode  Am 1. Oktober 2010 - 22:35 Uhr von Redaktion

Publikationsdatum 24.10.2009 ~ Art des Materials: Akteure: Schlagworte: Soziales System: Lizenz: 

Nach der Bundestagswahl 2009 ist die Schaffung eines Leistungsschutzrecht für Presseverleger (Presse-LSR) als Ziel, das man „anstrebe”, in den Koalitionsvertrag der Parteien CDU/CSU und FDP aufgenommen worden. Gegner eines Presse-LSR sind durch diese Aufnahme zur systematischen Kritik angeregt worden, die Diskussion hat an Fahrt gewonnen. Weiter

Council lets copyright reform pass – The die is cast   Am 16. April 2019 - 18:10 Uhr von Tom Hirche

The controversial EU directive on copyright reform has been adopted. On April 15, 2019, the majority of EU member states voted in favour of the directive. Germany additionally submitted a protocol declaration.

Voting result no surprise

As expected, Finland, Luxembourg, Italy, the Netherlands, Poland and Sweden refused to give their agreement. So only 19 EU states voted for the directive, as representatives from Belgium, Estonia and Slovenia abstained.

In the run-up to the vote, there was a short-term hope that Germany would also abstain. In this case, the directive would not have been adopted, as the approving Member States would have to account for at least 65% of the EU population. This quorum would not have been achieved without Germany's agreement. Reason for hope was given by the coalition agreement between the German governing parties CDU/CSU and SPD in which they clearly reject upload filters. But this is precisely what Article 17 of the Directive (formerly Article 13) provides for.

Germany wants to avoid upload filters

In the end, however, the German government decided to vote in favour of the directive and only to make a so-called protocol declaration. In this declaration, it expresses "serious concerns" regarding the use of upload filters and thus proclaims:

The aim must be to make the instrument of "upload filters" largely unnecessary.

Among other things, the government therefore wants to ensure at national level "that services such as Wikipedia, university repositories, blogs and forums, software platforms such as Github, special interest offers without reference to the creative industry, messenger services such as WhatsApp, sales portals or cloud services do not belong to platforms within the meaning of Article 17". For these services, therefore, nothing is supposed to change.

However, the legal significance of the protocol declaration is controversial. Some people regard it only as symbolic. But in December 2016, the Scientific Service of the German Parliament (Bundestag) had determined in an assessment that protocol declarations by Member States could possibly influence the interpretation of the Directive.

The ECJ has not ruled on this issue. Yet. Because if the Federal Government is serious about its declaration, infringement proceedings against Germany by the EU Commission can be expected.

Time for implementation

But it will be some time before then. Now all EU member states have two years to transpose the requirements of the directive into their national law. They will either have to create new rules or adapt existing rules if necessary.

Publishers' law will do even more damage

Article 15 of the Directive (formerly Article 11) provides for the introduction of an ancillary copyright for press publishers. As is well known, such a right has existed in Germany since 2013. However, the requirements of the Directive go far beyond the existing German regulation so that its scope of application has to be massively extended.

While currently only commercial providers of search engines or services that prepare content accordingly are affected, all "information society service providers" will be affected in future. The completely unclear exception for the "private or non-commercial uses of press publications by individual users" will not help here. An already terrible law will be even more terrible and will cause more damage to the press landscape than it already has.

Rat winkt Urheberrechtsreform durch – Die Würfel sind gefallen   Am 16. April 2019 - 11:22 Uhr von Tom Hirche

Die umstrittene EU-Richtlinie zur Reform des Urheberrechts ist beschlossen worden. Am 15. April 2019 stimmten die EU-Mitgliedsstaaten mehrheitlich dafür. Deutschland gab zusätzlich eine Protokollerklärung ab. Weiter

Neue Bundesregierung vermeidet klares Bekenntnis zu EU-Leistungsschutzrecht   Am 8. Februar 2018 - 19:55 Uhr von Tom Hirche

Lange hat es gedauert, endlich gibt es einen Koalitionsvertrag. Von einem "Leistungsschutzrecht für Presseverleger" wird darin allerdings nicht gesprochen. Stattdessen gibt es dazu nur vage Aussagen. Weiter

Weitere Infos zu dieser News

Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht im Wortlaut   Am 14. Juni 2012 - 10:17 Uhr von David Pachali

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Seit heute ist auch der Gesetzesentwurf zum geplanten Leistungsschutzrecht bekannt (via Kai Biermann). Analysen dazu folgen:

§ 87f Presseverleger
(1) Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen. Ist das Presseerzeugnis in einem Unternehmen hergestellt worden, so gilt der Inhaber des Unternehmens als Hersteller.
(2) Ein Presseerzeugnis ist die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge im Rahmen einer unter einem Titel auf beliebigen Trägern periodisch veröffentlichten Sammlung, die bei Würdigung der Gesamtumstände als überwiegend verlagstypisch anzusehen ist und die nicht überwiegend der Eigenwerbung dient. Journalistische Beiträge sind insbesondere Artikel und Abbildungen, die der Informationsvermittlung, Meinungsbildung oder Unterhaltung dienen.
§ 87g Übertragbarkeit, Dauer und Schranken des Rechts
(1) Das Recht des Presseverlegers nach § 87f Absatz 1 Satz 1 ist übertragbar. Die §§ 31 und 33 gelten entsprechend.
(2) Das Recht erlischt ein Jahr nach der Veröffentlichung des Presseerzeugnisses.
(3) Das Recht des Presseverlegers kann nicht zum Nachteil des Urhebers oder eines Leistungsschutzberechtigten geltend gemacht werden, dessen Werk oder nach diesem Gesetz geschützter Schutzgegenstand im Presseerzeugnis enthalten ist.
(4) Zulässig ist die öffentliche Zugänglichmachung von Presseerzeugnissen für nicht gewerbliche Zwecke. Im Übrigen gelten die Vorschriften des Teils 1 Abschnitt 6 entsprechend.
§ 87h Beteiligungsanspruch des Urhebers
Der Urheber ist an einer Vergütung angemessen zu beteiligen.

Update: Bei iRights.info ist der Referentenentwurf mit Gesetzesbegründung durch das Justizministerium veröffentlicht. (PDF)

Koalitionsauschuss einigt sich auf Leistungsschutzrecht   Am 5. März 2012 - 1:11 Uhr von David Pachali

Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung hat sich auf ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger verständigt. Bislang liegt dazu nur das Papier „Stetiges Wachstum, solide Finanzen, starker Zusammenhalt - Ergebnisse des Koalitionsausschusses am 4. März 2012” der Bundesregierung vor. Die angestrebte Ausgestaltung eines Leistungsschutzrechts bleibt damit weiter unklar, bis der Entwurf einer entsprechenden Gesetzesänderung vorliegt.

Im Papier heißt es:

2. Urheberschutz - Leistungsschutzrecht für Presseverlage

Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass Verlage im Online-Bereich nicht schlechter gestellt sein sollen als andere Werkvermittler. Deshalb sollen Hersteller von Presseerzeugnissen ein eigenes Leistungsschutzrecht für die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge oder kleiner Teile hiervon erhalten.

Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen. Damit werden die Presseverlage an den Gewinnen gewerblicher Internet-Dienste beteiligt, die diese – mit der bisher unentgeltlichen – Nutzung der Verlagserzeugnisse erzielen. Auch die Urheber sollen eine angemessene finanzielle Beteiligung an der Verwertung des Leistungsschutzrechts erhalten. Einzug und Verteilung der Entgelte soll über eine Verwertungsgesellschaft erfolgen. Die Schutzdauer soll ein Jahr betragen.

Die private Nutzung von Presseerzeugnissen im Internet wird nicht vergütungspflichtig, normale User werden also nicht betroffen sein. In der gewerblichen Wirtschaft bleiben das Lesen am Bildschirm, das Speichern und der Ausdruck von Presseerzeugnissen kostenfrei.