Am 19. April 2011 - 16:51 Uhr von Redaktion

Leistungsschutzrecht im Internet: Selbst ist der Schreiber

Publikationsdatum 19.04.2011 ~ Art des Materials: Akteure: Schlagworte: Soziales System: Lizenz: 

In einem Beitrag bei The European beschäftigt sich Grünen-Medienpolitikerin Tabea Rößner mit Finanzierungsmöglichkeiten für journalistische Angebote. Ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger lehnt sie ab, da es an Akzeptanz mangele und Monopolbildung befördere.

Die Verlage, schreibt Rößner, seien zunächst nicht schlecht beraten gewesen, ihre Angebote zur Markenbildung kostenfrei ins Netz zu stellen. Angesichts wegbrechender Querfinanzierung durch Print ergebe sich jedoch ein Finanzierungsproblem. 

Auch wenn Bezahlmodelle in manchen Bereichen erfolgreich sein könnten, fehle es insgesamt an Nutzerakzeptanz. Das sei auch bei kostenpflichtigen Inhalten „aufgrund von bestimmten Rechten” der Fall. „Ich glaube kaum, dass Nutzerinnen und Nutzer – und seien es nur die gewerblichen – dies ohne Weiteres annehmen”, schreibt Rößner. 

Außerdem sorge ein Presse-LSR nicht für mehr Vielfalt, sondern fördere Monopole. Empfehlenswerter seien flexible Lizenzmodelle wie Creative Commons. In Sachen Finanzierung brauche es eine offene Diskussion darüber, ob pauschale Modelle, finanzielle Unterstützung oder reine Marktmodelle am besten seien.

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